Langläufer streben mehr Kaderplätze im Bayerischen und Deutschen Skiverband an

Trainer Eduard Bühler kehrt nach 13 Jahren Auszeit mit einer BSV Honorarstelle zum Skiverband Bayerwald zurück. Seit Ende August ist der zweifache russische Meister der neue Kopf der Langlaufmannschaft Mannschaft und gerade dabei, sich ein Bild der ihm anvertrauten Athleten zu machen um sie bestmöglichst am Stützpunkt Arber zu fördern. Unterstützt wird er dabei von Sportwart Rainer Fischer und Gerhard Fritz, Vizepräsident Langlauf und Kampfrichterreferent im Bayerwald, der für die Aus- und Fortbildung der Kampfrichter verantwortlich ist. Bisher hat Fritz etwa 40 bis 50 Kampfrichter im Bayerwald ausgebildet, von denen drei pro Wettkampf benötigt werden.

Wettkämpfe geplant wie immer

Wie es mit den Wettkämpfen in Coronazeiten weitergeht, kann den Langläufern noch niemand sagen. Der Wettkampfkalender wird wie immer geplant, auf die Kultveranstaltungen hintrainiert, darauf hoffend, dass zumindest ein Teil davon stattfinden kann.  Manches musste allerdings schon abgesagt werden, wie der Lehrgang im slowenischen Planica. Den bevorstehenden Lehrgang in Finsterau versucht man, abhalten zu können.

Nicht nur Corona, auch die Sperrung des Skistadions ist ein Problem

Gerade in diesen schwierigen Zeiten sind Zusammenarbeit und Kooperation unabdingbar. So war Fritz dem Bürgermeister von Lindberg, Gerd Lorenz dankbar dafür, dass dieser die Turnhalle den Langläufern unter Einhaltung aller Hygienekonzepte zur Verfügung stellte. Aktuell besteht allerdings Hallenbenutzungsverbot. Doch Corona ist nicht das einzige Problem, das die Sportler erwischt. Die Sperrung des Hohenzollern Skistadions, die mindestens noch bis Ende November gilt, trifft den Skiverband ebenso hart. Daher griff Jürgen Völkl, Leiter der Bayerischen Staatsforsten, den Sportlern unter die Arme. Er gestattete die Benutzung einer Ausweichstrecke von Oberlohwies steil bergauf bis zu Jugendherberge am kleinen Arber. Der Teer ist für die Skiroller gut geeignet, allerdings ist die 7 km lange und höhenmeterreiche Strecke sehr anstrengend. Deswegen ist ab und an ein Begleitfahrzeug mit Musik und Lautsprecher dabei und motiviert das Team akustisch mit flotten Rhythmen und guter Laune.

7 Athleten im BSV Kader, einer im DSV B Kader

Zu Beginn der Saison waren 9 Athleten im BSV Kader, doch Alina Kurzov und Benjamin Fuchs wechselten in die Sparte Biathlon. Sportwart Fischer hat die beiden Jugendlichen in guter Erinnerung: „Ich wünsche ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg im Biathlon.“ Zudem wünscht er allen Sportlern für die anstehende Saison „einen guten Winter mit viel Schnee und ausreichend Wettkämpfe, solange es die Pandemie zulässt.“ Das ist auch Fritz wichtig, ebenso wie Bühler. Zudem liegt den dreien die Gesundheit der Schüler und Jugendlichen und das Anknüpfen an die bisherigen Erfolge mit dem Bemühen, mehr Athleten in den BSV und DSV Kader zu bringen, sehr am Herzen. Das bestätigen im Training auch einige Sportler: Karina Amos möchte in den Bayernkader; Philipp Reim ebenso; Max Kagerbauer wird noch konkreter – er möchte den Deutschen Schülercup und die Bayerische Meisterschaft gewinnen.

Albert Kuchler, Lam, ist seit 3 Jahren im B – Kader des DSV und tritt für die deutsche Nationalmannschaft an. Im Kader des BSV sind Florian Döringer, Hannah Lorenz, Hannah Uhrmann, Lena Gintenreiter, Hannah Fischer, Christina Döringer und Elias Uhrmann.

Vereinstraining und Verbandstraining

Fritz sieht Langlauf auch in Zeiten von Corona als praktikable Sportart, weil der Abstand jederzeit im Training gewahrt werden kann. Dieses ist auf dem hohem Niveau, das der ehemalige Trainer Stephan Kasberger einführte, bei Bühler in guten Händen geblieben. So lässt es sich erklären, dass es weder durch den Trainerwechsel, noch durch Corona zu einem Schwund an Schülern oder Jugendlichen kam.

Im Langlauf gibt es drei Gebietsstützpunkte mit vereinsübergreifendem Training: Arbersee, Mittlerer Wald (Rinchnach – Grafenau), Unterer Wald (Finsterau – Rastbühel). Fritz erklärt, dass die Aufgabe des Vereinstrainings die Nachwuchsgewinnung sei. Leider würden aber sowohl Mannschaften, als auch Übungsleiter immer weniger, die den Breitensport abdecken. Das Verbandstraining soll leistungsorientierter als das Vereinstraining sein. Dieses Stützpunktkonzept ist ohne Konkurrenz zu den Vereinen zu sehen. Es ist Aufgabe der Trainer, bei Wettkämpfen nach leistungsorientierten Sportlern für den Skiverbandskader Ausschau zu halten, erklärt Fritz. Geplant ist, sobald Corona es zulässt, einen Star der Nationalmannschaft zu einem Schnuppertag herzuholen. 2017 waren bei einem solchen über 200 interessierte Kinder vor Ort.

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