Skiverband Bayerwald betreute seine Biathleten ideenreich durch den Corona Sommer

Finsterau/Bayerisch Eisenstein/Grafenau – Bei vielen Planungen und Vorbereitungen zog in der Wintersaison 19/20 anfangs der mangelnde Schnee, dann Corona einen Strich durch die Rechnung. Zumindest letzteres wird auch in der der jetzigen Saison 20/21 ein Problem werden. Sportwart Sepp Schneider blickt auf eine turbulente Zeit zurück: „Unsere Trainer und Funktionäre ließen sich im Lock Down viel einfallen, wie eine Online-Challenge, bei der die geforderten Leistungen per Video und Fotos aufgezeichnet wurden. Per Mail bekamen die Athleten die Urkunden zugesandt, etliche wurden auf dem Instagram- und Facebook Account Biathlon Bayerwald gepostet.“ Das sei der erste Schritt gewesen. Im nächsten Step begann das Training, erst verhalten mit allen festgelegten Einschränkungen, bis es wieder mehr oder weniger normal stattfinden konnte. So konnte auch in schwierigen Zeiten eine Betreuung durch die Trainer gewährleistet werden und niemand verlor die Lust am Biathlon.

Hohenzollern Skistadion bis 27.11. gesperrt

Ärgerlich ist für die Trainer und Athleten des Skiverbandes, dass das Hohenzollern Skistadion fast drei Monate wegen Umbaumaßnahmen für die Europameisterschaft Biathlon 2022 gesperrt werden muss.

Doch auch diese Hürde konnte gemeistert werden: es fanden sich drei Sponsoren, die Unkosten für die außergewöhnlichen Trainingsumstände übernehmen. So werden den Jugendlichen nun die Fahrtkosten und Unterkunft an jedem zweiten Wochenende in Ruhpolding erstattet, wo sie das Schießen und Komplextraining absolvieren können. Bis zum 27.11. trainieren die Stützpunktgruppen Arber das Laufen in Finsterau, Grafenau, Finsterau oder Hengersberg. Bei den Schülern ist nur der Stützpunkt Arber betroffen. Da die 13 – 15 Jährigen mit Luftgewehren schießen, können sie auch weiterhin ihre Heimanlage im Skizentrum Finsterau nutzen. Vom 31.10. – 7.11. geht es ins Trainingslager zum Dachstein.

Bayerwald Biathleten trainieren mit Fritz Fischer

Ein Schmankerl für die Sportler wird Ende Oktober das Wochenende mit Fritz Fischer sein, zu dem Schüler und Jugendliche von dem ehemaligen Olympioniken zusammen mit seinem damaligen Nationalmannschaftskollegen im Langlauf, Sepp Schneider, eingeladen wurden. Bezahlt wird auch dieses Auswärtstraining von den Sponsoren der Sparte Biathlon.

Wie die Saison wird, lässt sich weder für Corona, noch für die Schneelage prognostizieren, meinten Vizepräsident Tassilo Pichlmeier und Skiverbandspräsident und Landtagsabgeordneter Max Gibis. Beide hoffen auf eine gesunde und erfolgreiche Saison, in der die Bayerwald Biathleten zeigen können, wie fit sie sind.  Für den Schülerbereich von 13 – 15 Jahren sind der Deutsche Schülercup und Bayern Cup geplant. Der RWS Cup fand schon statt. In der Jugend gibt es die Serie des Deutschlandpokals, den Alpencup und jeweils die Bayerischen und Deutschen Meisterschaften.

Aktuell 5 Athleten im Kader

Ziel des Skiverbandes ist es, noch mehr Athleten in den Kader des BSV oder sogar in den Kader des DSV zu bringen. Die Trainer Richard Kollmer, Maxi Wallner, Thomas Fuchs, Dmitry Popov und Jürgen Wallner wünschen sich dies ebenso. Aktuell befinden sich im Leistungskader des Bayerischen Skiverbandes in der Jugend  David Bauer und  Felix Fuchs, im Schülerbereich Valentina Lenz, Leonie Riedl und Alexander Bauer. Einige hätten den Sprung in den Kader noch schaffen können, wenn die Saison nicht wegen Corona abgebrochen worden wäre. Aber die neue Chance auf einen Kaderplatz ist nun wieder für die Bayerwald Biathleten gegeben

Wie sieht die Zukunft für die Bayerwald Biathleten aus?

Wichtig wird für die Zukunft sein, als Trainer flexibel zu agieren, den Kontakt zu den Athleten aufrecht zu erhalten, Trainingsvorgaben weiterzugeben, den erledigten Trainingsplan einzufordern und abzugleichen. Langfristig hat Gibis ein Ziel: „Die Struktur der Verbandskader soll sich festigen. Deswegen haben wir hauptamtliche Trainer eingestellt. Parallel läuft die Schiene der Vereinsarbeit: Vereine bauen die Schüler und Jugendlichen auf und bringen sie zu uns, um uns Nachwuchssorgen abzunehmen.“ Pichlmeier bestätigt diesen Weg: „Wir möchten kontinuierlich neue Sportler begrüßen und ein großes Team aufbauen. Es wäre schön, wenn wir wieder einen A Kader Athleten hervorbringen könnten, der für die anderen Sportler Vorbildcharakter und Motivationspotential hat.“ Beide Funktionäre sind sich einig, wie wichtig es sei, auch Honorartrainer zu haben, um die Nachhaltigkeit zu sichern. Gerade im Biathlon ist es unabdingbar, die Trainer zu halten, denn wenn ein Trainer aufhört, bricht ein ganzer Stützpunkt zusammen, wie es am Arber der Fall war, bis Richard Kollmer sich bereit erklärte, den Posten zu übernehmen.

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