Skiverband Bayerwald drückt die Schulbank

Skiverbandspräsident Max Gibis, Jugendleiter Werner Grabl und Alpin Sportwart Markus Schwarz besuchten zusammen mit dem ehemaligen Staatssekretär und jetzigem Kultusminister Bernd Sibler die CJD Christophorus-Schulen in Berchtesgaden, um sich vor Ort zu informieren, wie hier die Talente des Wintersports die Herausforderung und die Verbindung von Schule und Hochleistungssport meistern.

Die CJD Christophorusschulen Berchtesgaden haben insbesondere ab Jgst. 9 in der bayerischen Schullandschaft ein Alleinstellungsmerkmal durch einen durchlässigen Schulverbund (bestehend u. a. aus Mittelschule, Realschule und Gymnasium) mit dem Profilfach Sport im Gymnasium und einer Wahlpflichtfächergruppe Sport im Bereich der Realschule sowie durch die Bereitschaft des Schulträgers, sich auch mit hohem personellen und finanziellen Aufwand in die schulische Förderung der Nachwuchstalente einzubringen. Die CJD Christopherusschulen Berchtesgaden sind nach den Kriterien des  Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) die qualitativ hochwertigste Eliteschule des Sports in Deutschland. Sie ist die Goldschmiede des deutschen Wintersports seit mehr als 30 Jahren und damit die erfolgreichste Eliteschule des Sports in ganz Deutschland. Die Liste ehemaliger und gegenwärtiger Christophorus-Schüler liest sich wie ein Who-is-Who des Wintersports. Darunter sind zu finden: Hilde Gerg, Maria Riesch, Evi Sachenbacher, Tobias Angerer, Michael Uhrmann, Alois Vogl, Amelie Kober, Georg Hackl und viele mehr. Dies macht deutlich: An keiner anderen Schule in Bayern können Schule und Spitzensport so gut in Einklang gebracht werden wie hier.

Zur Zeit besuchen aus dem Verbandsgebiet des Skiverbandes Bayerwald 10 junge talentierte Wintersportler die Christopherusschulen in Berchtesgaden.

Den Unterbau dieser Eliteschulen bildet die Konzeption der Partnerschulen des Wintersports (PZW-Schulen). Hier  können die jungen Wintersporttalente nach einer Eignungsprüfung in den Jahrgangsstufen 5 mit 8 heimatnah schulisch und sportlich gefördert werden. Die schulische Förderung obliegt hierbei den Partnerschulen, die sportliche Förderung den Verbänden und Vereinen. Nach Aufnahme in einen Landes- oder Bundeskader haben herausragende Talente dann  die Möglichkeit an der Eliteschule des Sports aufgenommen zu werden, um dort von einer noch intensiveren Förderung zu profitieren.

Im Skiverbandsgebiet gibt es folgende Partnerschulen des Wintersports: Gymnasium Zwiesel, Benedikt – Sattler- Gymnasium Bad Kötzting, Realschule Zwiesel, Sportmittelschule Hauzenberg, Realschule Bad Kötzting, Realschule Grafenau, Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium Grafenau.

In den Christopherus-Schulen Berchtesgaden geht es dann ab der 9. Jgst. noch intensiver um die organisatorische Harmonisierung der konkurrierenden Ansprüche von Schule und Hochleistungssport. Dabei sprechen die Entwicklungen im Hochleistungssport sprechen eindeutige Sprache: Sie stellen immer höhere Anforderungen auch an den Nachwuchsbereich. Gerade deshalb haben das Bayerische Staatministerium für Unterricht und Kultus und der Deutsche Skiverband im Schulterschluss mit den übrigen Spitzenverbänden des olympischen Wintersports auch die Partnerschulen des Wintersports auf den Weg gebracht und unterstützen ebenso tatkräftig die Eliteschulen in Berchtesgaden.

Die jungen Nachwuchsleistungssportler, die aus  dem Deutschen Skiverband, dem Bob-und Schlittenverband und dem Snowboardverband stammen, werden in Berchtesgaden individuell betreut. Deshalb sind auch fast alle Wintersportarten vertreten: Ski-Alpin, Langlauf, Rodeln, Biathlon und Snowboard.

Wenn die Schüler mal nicht zum Unterricht können, sorgt ein Sportkoordinator dafür, dass der versäumte Stoff im sogenannten Nachführunterricht außerhalb der regulären Schulzeit nachgeholt wird, an Wochenenden oder in den Ferien. Für die angesetzten Schulaufgaben gibt es bis zu drei Nachholtermine. Neben Talent brauchen die jungen Spitzensportler Disziplin und Willensstärke – denn die Schultage sind lang und hart.

So beginnt schon einmal für den jungen Alpin-Rennläufer Andy Schwarz vom Skiverband Bayerwald die erste Trainingseinheit um 06.00 morgens am Hang. Nach Hause kann er nur am Wochenenden, an denen kein Skirennen oder Nachführunterricht ansteht.

Beeindruckend für die Delegation aus dem Skiverband Bayerwald waren auch die Fitness – Kraft – und Physioräume sowie die entsprechenden dazugehörigen Turnhallen. Bei einer Trainingseinheit der Snowboard -Freestyler, die in einer eigenen Halle trainieren können, wurde deutlich mit welcher Motivation und eisernem Fleiß hier die jungen Spitzenathleten täglich ans Werk gehen, um ihr großes Ziel Weltcup oder Olympia zu erreichen.

 

Text zum Bild: Mit den Verantwortlichen aus den CJD Christopherusschulen Berchtesgaden sprachen der ehemalige Staatssekretär und jetzige Kultusminister Bernd Sibler (rechts), Engelbert Schweiger, Vizepräsident im Bayerischen Skiverband (1. Reihe, 3. von links) sowie eine Delegation des Skiverbandes Bayerwald mit Verbandspräsident Max Gibis (zweiter v.r.) sowie Jugendleiter Werner Grabl (vorne links) und Alpin Sportwart Markus Schwarz (hintere Reihe, 3.von links).