Skilangläufer auf Berglehrgang in Süd- und Osttirol unterwegs

6 Tage Berglehrgang hieß es für die 13 Langläufer aus dem Bayerwald als es zu Ferienbeginn nach St. Jakob im Defereggental ging.

Untergebracht auf ca. 1400m bei Werner Unterkirchers Forellenhof wurde mit bester Verpflegung der Grundstein für effektives Training gelegt. Angeleitet durch Wolfgang Uhrmann und Stephan Kasberger ging es am ersten Tag über den Hirschbichl zum Obersee auf knapp 2000m Höhe und hinunter zum Antholzer See und zurück. Für die großen hieß es nachmittags „Bergroller Klassisch zum Staller Sattel“. Auf der Strecke von ca 13 Km und 700 Höhenmetern wurde vor allem die Kraftausdauer trainiert. Die jüngeren Sportler absolvierten eine regenerierende Laufeinheit und machten einen Abstecher ins Kneippbecken neben der Unterkunft. Abends wurde noch ein kühles Bad im Obersee genommen (Reste von Eis bei 5 Grad Wassertemperatur). Tag 2 stand ganz im Zeichen der Südtiroler Wahrzeichen. Bergroller Plätzwiese war das Stichwort. Die erfahrenen Sportler starteten im Skating Stil von der Pustertaler Höhenstraße Richtung Prags und dann zur Plätzwiese auf knapp 2000m. Diese Strecke führt über 14 Km und 1100 Höhenmeter zum Schluss über etliche Serpentinen hinauf zum Hochplateau der Plätzwiese. Unsere jungen Sportler nahmen die Strecke in klassischer Technik ab der Mautschranke in Ponticello in Angriff. Immerhin noch 7 Km und 500 Hm sind auf diesem Stück zu bewältigen. Gemeinsam ging es dann über das Plateau vorbei an Dürrenstein und Hohe Gaißl zur Dürrensteinhütte und zurück. Tag 3 wurde für eine lange Bergtour genutzt.

Gewittriges Wetter vom morgen an begleitete die beiden Trainingsgruppen den ganzen Tag lang. Am Ende des Tages standen 23km und bei den älteren 1850 Höhenmeter auf der Uhr. Zusammen mit Stephan nahm die 1. Trainingsgruppe das Weiße Beil in Angriff. Der Aufstieg in der markanten Bergflanke bis auf 2800m wurde von Dauersturm mit Geschwindigkeiten bis zu 100Km/h begleitet. Nach einer Stärkung in der Trojeralm gings zur Unterkunft zurück. Nach dem Wunsch der Athleten ging es an Tag 4 nach Antholz auf die Skirollerbahn auf der im Winter auch der Biathlonweltcup stattfindet. Technik- und Ausdauertrainings bis zu 2.00h wurden absolviert. Rasante und riskante Abfahrten hebten jede Runde den Adrenalinlevel sodass jeder ein Dauergrinsen aufgelegt hatte. Bereits am Morgen angekündigt erwartete die Sportler in der Nachmittagseinheit ein „Hammer“. Skigang zum Wetterkreuz auf 2230m Höhe. Von der Unterkunft aus bedeutete das 3Km und 800Hm. Das bedeutet eine Dauersteigung von 27% wobei 2 Flachstücke integriert waren. Als Einheit an der anaeroben Schwelle benötigten die schnellsten zwischen 44:00 und 52:00 min. Am letzten Tag ging es nochmal nach Südtirol, besser gesagt nach Toblach. Weltcup Ort und Ausrichter von Tour de Ski Etappen. Trainiert wurde auf der 4 Km langen Skirollerbahn bevor sich alle gemeinsam auf den Heimweg machten. Im Saisonverlauf warten noch 2 Skiverband Lehrgänge auf unsere Sportler. In 8 Wochen geht es nach Oberstdorf gemeinsam mit den Oberpfälzer Athleten. Im Herbst wartet ein weiteres Highlight mit Planica auf die Sportler.

Ein besonderer Dank geht an die Eltern die uns in Osttirol unterstützt haben und an das Hotel Edelweiß für die super Unterkunft.