Die Inline-alpin-Topläufer in Bad Kötzting am Start

FC Chammünster richtete mit ASV Arrach „Bayerische“ aus – Super-Veranstaltung

Maximilian Schödlbauer wurde bei den Herren Dritter im Riesentorlauf und hervorragender Zweiter im Slalom.
Bad Kötzting. (hh) Am vorletzten Wochenende hatte der FC Chammünster wieder eines der großen Rennen im Inline-alpin-Sport in seinem Programm, die offenen Bayerischen Meisterschaften im Riesentorlauf und im Slalom. Und weil die beiden Bayerwaldvereine FC Chammünster und ASV Arrach im Sportlichen schon länger zusammenarbeiten, war es nur logisch, dass sie dies auch auf organisatorischem Gebiet tun, denn die Helfer der einzelnen Vereine sind eh schon bis ans Limit beansprucht, so dass gegenseitige Unterstützung bei größeren Veranstaltungen unabdingbar geworden ist. Doch so konnten die Organisatoren der internationalen Inline-alpin-Spitze beste Voraussetzungen bieten – und auch das Wetter spielte an beiden Tagen mit.

Routine haben ja beide Vereine inzwischen bei der Ausrichtung von Rennveranstaltungen, die Helferteams sind eingespielt, kennen ihre Aufgaben, die Handgriffe sitzen, mögliche Problemfelder sind bekannt. So wurden der Riesenslalom am Samstag sowie der Slalom am Sonntag auf der Strecke auf der Arnbrucker Straße reibungslos und zügig durchgezogen, so dass sich den vielen Zuschauern am Streckenrand interessante und spannende, manchmal spektakuläre Rennen boten. Beste Werbung für diese Sportart, die ja gerade bei den Vereinen im Skiverband Bayerwald einen Stützpunkt hat, neben denen vor allem in Baden-Württemberg bzw. Neu-Ulm und auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Julia Hübert beherrschte ihre Altersklasse U16 w. an beiden Renntagen, kam insgesamt bei den Damen jeweils unter die besten 20.
Die Wahl der Arnbrucker Straße als Rennstrecke kam nicht von ungefähr, denn die Piste dient den Sportlern der ausrichtenden Vereine auch als Trainingsstrecke und bietet mit ihrer Länge, ihrem Gefälle und ihrer Breite die nötigen Voraussetzungen, um sowohl Riesentorlauf als auch Slalom durchzuführen. Dabei kommt nach dem Start gleich ein Steilstück mit bis zu 14 Prozent Gefälle, auf dem die Läufer das Tempo aufnehmen müssen, das sie durch die folgende flachere Passage bis ins Ziel bringen soll. Die Strecke beim Riesentorlauf am Samstag war 350 Meter lang und mit 26 bzw. 25 Toren ausgeflaggt, am Sonntag reichten für den Slalom rund 300 Meter, in denen aber 42/41 Stangen umkurvt werden mussten. Als Kurssetzer fungierten an beiden Tagen die Trainer der deutschen bzw. der tschechischen Nationalmannschaft, Peter Schödlbauer und Martin Kudelasek.

Am Samstag ging es gleich um mehrere Titel bzw. Punkte: Der Riesenslalom war einmal der Lauf zur Bayerwald-Meisterschaft („Bavarian Forest Dragon Cup“ und Punkte für Max-Schierer-Bayerwald-Inlinecup), weiter zur Bayerischen Meisterschaft und außerdem gab es Weltranglisten-Punkte, weshalb auch etliche Starter aus Osteuropa am Start waren (natürlich aus Tschechien, aber auch aus der Ukraine, der Slowakei und Lettland). Darunter waren Topläufer, die in den vergangenen Jahren an der Spitze des Weltcups lagen oder Europa- und Weltmeistertitel eingeheimst hatten. Aus Bayerwald-Sicht vor allem Claudia Wittmann vom FC Chammünster, die derzeit besonders im Slalom in blendender Form ist und sich meist nur von der momentan überragenden Mona Sing vom SV Winnenden/BW geschlagen geben muss, aber auch Florian Rabenbauer oder Christoph Silberbauer vom ASV Arrach oder Maximilian Schödlbauer vom FCC.

Im Drachenoutfit siegte Florian Rabenbauer bei der männlichen Jugend im Riesenslalom, bei den Herren gesamt bedeutete dies einen super zweiten Platz.
Auch bei den Rennen in Bad Kötzting war Mona Sing bei den Damen erneut das Maß aller Dinge und siegte sowohl am Samstag wie auch am Sonntag. Die Bayerwalddamen sind im Riesenslalom nicht so stark einzuschätzen, weil der weniger trainiert wird. So war Magdalena Gruber vom FC Chammünster als Sechste hier beste der Waldlerinnen, Lara Kögl, FCC, wurde Neunte, ihr folgte Claudia Wittmann auf Rang 10, Nina Heinrich vom ASV Arrach kam auf Platz 15, die Nachwuchsfahrerin Julia Hübert, FCC, kam auf Rang 19. Sie hatte jedoch souverän ihre Altersklasse U16 vor Michaela Lohberger vom ASV Arrach gewonnen. Genauso wie Laura Stocker in der U8 w. und Florian Rabenbauer bei der männlichen Jugend. Zweite in ihren Klassen wurden Johanna Kolbeck (ASV, U12 w.) und Maximilian Schödlbauer (FCC, Jugend m.), Dritte wurden Felix Schelz (ASV, U10 m.), Melanie Lohberger (ASV, U12 w.), Christoph Gruber (FCC, U12 m.), Christoph Silberbauer (ASV, Jugend m.) sowie Sigi Zistler (FCC, Senioren). In der Gesamtwertung bedeutete dies bei den Damen Platz 6 für Magdalena Gruber, 9 für Lara Kögl, 10 für Claudia Wittmann, 15 für Nina Heinrich und 19 für Julia Hübert; bei den Herren Platz 2 für Florian Rabenbauer, 3 für Maximilian Schödlbauer und 6 für Christoph Silberbauer. Bei der Bayerwaldmeisterschaft bedeutete das viele Titel für den FCC und den ASV Arrach.

Am Sonntag war das Wetter wieder ausgezeichnet, sogar noch ein bisschen wärmer, als die 128 Inline-Skater an den Start gingen. Beim Slalom konnte man bei den VertreterInnen aus dem Bayerwald noch ein bisschen mehr erwarten und sie „lieferten“ auch. Beim Nachwuchs waren vor allem die Arracher an der Spitze, bei den Damen gelang dies den Minstachern. Klassensiege gab es also für Laura Stocker (ASV, U10 w.), Johanna Kolbeck (ASV, U12 w.), Julia Hübert (FCC, U16 w.) Maximilian Schödlbauer (Jugend m.) und Almut Aschenbrenner-Schultze (ASV, Seniorinnen). Zweite Plätze errangen Christoph Gruber (FCC, U12 m.), Claudia Wittmann (FCC, Damen) und Sigi Zistler (FCC, Senioren), dritte für Katharina Vogl (ASV, U10 w.), Felix Schelz (ASV, U10 m.), Melanie Lohberger, (ASV, U12 w.), Christoph Gruber (FCC, U12 m.) und Florian Rabenbauer (ASV, Jugend m.).

In der Gesamtwertung bedeutete dies folgende Platzierungen: Damen: 2. Claudia Wittmann, 5. Lara Kögl, 8. Magdalena Gruber, 14. Nina Heinrich und 15. Julia Hübert. Herren: 2. Maximilian Schödlbauer, 6. Florian Rabenbauer und 11. Christoph Silberbauer.

Insgesamt waren die Verantwortlichen um Sigi Zistler vom FC Chammünster sehr zufrieden mit den beiden Rennen, die ohne Probleme durchgeführt werden konnten, bei denen es keine Verletzungen gab, die Zuschauer begeistert waren, toller Inline-alpin-Sport zu sehen war, Gäste aus dem Ausland zahlreich teilgenommen hatten und die Zusammenarbeit der beiden Bayerwaldvereine ASV Arrach und FC Chammünster mal wieder bestens funktioniert hat. Und Trainer Peter Schödlbauer, der die Nationalmannschaft mit Erwin Schmohl trainiert, aber auch den Bayernkader leitet und eben die Sportler des FC Chammünster und auch des ASV Arrach auf Trab hält, konnte mit den Leistungen und den Ergebnissen seiner Schützlinge voll zufrieden sein.

Die Rennen in Bad Kötzting konnte man auch als Aufgalopp für die nächsten Weltcup-Läufe in Degmarn/BW und in Norditalien ansehen, wo sich die Inline-Skater aus dem Bayerwald einmal mehr beweisen konnten.