Termine

Kontakt

Roland Groiß
Sportwart
08584 / 1825

Michael Uhrmann mit Verspätung in den Hafen der Ehe

aus dem Bereich Sprung / NK erstellt am 12.10.2008 um 20:06 Uhr
Von: Josef Heisl

Pfarrer kam über eine halbe Stunde zu spät – Späth Trauzeuge

Michael und Heidi mit den Springern des WSV Rastbüchl

Das frisch vermählte Paar beim Eröffnungstanz. (Foto Heisl).

Vor einem Jahr haben sie in Breitenberg standesamtlich geheiratet, jetzt gaben sie sich in der Wallfahrtskirche Maria Eck das kirchliche Ja-Wort, Michael und Heidi Uhrmann. Doch zunächst mit einem Hindernis. Der Pfarrer war nicht da! 

Im Mercedes 220 SE Cabrio, Baujahr 1964, war das Paar bei  Sonnenschein und tiefblauem Himmel auf dem Kirchenplatz im Oberland vorgefahren. Viele Gäste, darunter alle namhaften deutschen Skispringer empfingen die hübsche Braut und den strahlenden Bräutigam.  Die Glocken läuteten und Heidi meinte noch: „Jetzt kann nichts mehr schief gehen“. Doch es fehlte der Pfarrer!  Auf der Fahrt von Freising nach Siegsdorf war Peter Demmelmair im Stau stecken geblieben.

Doch die Brautleute und ihre Gäste nahmen es leicht. Man nutzte die Zwangspause zu Gesprächen und vieles drehte sich um die Stars Martin Schmitt mit Freundin Patricia, Michael Neumeyer mit Christina, Georg Späth und Nadine sowie Stefan Hocke, und die Youngster Felix Schoft, Andreas Wank und Erik Simon. Neben Manager und Ex-Springer Gerd Siegmund waren Bundestrainer Werner Schuster und Heimtrainer Peter Wucher mit Familien gekommen. Die Rastbüchler um Vorstand Franz Hauer und Ehrenpräsident Sepp Haugeneder hatten über dreißig Sportler und Funktionäre dabei.

Um 14.45 Uhr setzte sich dann der Kirchzug mit 45 Minuten Verspätung in Bewegung. Als der Geistliche in der Kirche meinte: „Wenn ihr euch traut, dann traue ich euch jetzt“ war die feierliche Zeremonie auf dem Höhepunkt. Das kleine Barockkirchlein passte so richtig zu dem bescheidenen Skisprungstar. Trauzeuge war übrigens Uhrmanns Zimmerkollege Georg Späth.

Nach der Trauung wartete auf das Paar ein Ehrenspalier der Bayerwaldadler vom WSV DJK Rastbüchl, die natürlich ihre langen Sprunglatten zu einem Dach formierten. Als Geschenk  gab es eine aus Hauzenberger Granit gemeißelte Sprungschanze. Anschließend wurde gleich neben der Kirche im Klostergasthof Maria Eck kräftig gefeiert. Doch für einen Spitzensportler bleibt kaum Zeit, mit Frau und Tochter Leni Victoria das Glück zu genießen. Bereits in dieser Woche werden den Weitenjägern die Sprunganzüge angepasst und dann folgt die Einkleidung. Anschließend beginnt in Oberstdorf der  erste Lehrgang der anstehende WM-Saison. Höhepunkten sind in diesem Winter die Vierschanzen-Tournee und die  Weltmeisterschaft im tschechischen Liberec.