Mitgliederversammlung 2010

aus dem Bereich Skiverband erstellt am 12.07.2010 um 10:53 Uhr
Von: Richard Richter

„Aufschwung oder Ende des Skileistungssportes?"

Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft konnten Arnold Zitzelsberger, Manfred Weinberger und Ludwig Steckbauer mit dem Vereinsehrenbrief ausgezeichnet werden.

Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft konnten Arnold Zitzelsberger, Manfred Weinberger und Ludwig Steckbauer mit dem Vereinsehrenbrief ausgezeichnet werden.

Skiverbandspräsident Hans Plötz stelle das Konzept „Vision 2018“ vor, mit der der Leistungsport wieder verbessert werden soll.

Skiverbandspräsident Hans Plötz stelle das Konzept „Vision 2018“ vor, mit der der Leistungsport wieder verbessert werden soll. (Fotos: R. Richter)

„Aufschwung oder Ende des Skileistungssportes“, diese These mag zwar provokativ klingen ist aber für das Präsidium des Skiverbandes Bayerwald die Darstellung des Istzustandes des Skileistungssportes in Ostbayern. Die Mitglieder stimmten deshalb der  Vision 2018 zu, die besagt dass man im Jahr der Olympiade wieder auf internationale Erfolge zielen kann. Diese soll begründet sein auf einer verstärkten Basis, einer besseren öffentlichen Wahrnehmung des Leistungssportes auch als positiver Indikator der Region, aber auch der Möglichkeit über finanzielle Mittel zu verfügen. Dies soll ermöglichen die Sportler zu unterstützen und damit im Paket mit der vorhandenen Infrastruktur an herausragenden Trainings – und Wettkampfstätten wieder für Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene zu sorgen.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung des Skiverbandes Bayerwald in der Tennishalle in Rabenstein stellte der Vorsitzende des gastgebenden WSV, Thomas Hackl, seinen Verein vor der in diesem Jahr auf das 100-jährige Bestehen blicken kann. Damit ist der WSV einer der ältesten Vereine im Skiverband Bayerwald und war von Beginn an mehr auf den nordischen Bereich ausgerichtet. Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft konnten Arnold Zitzelsberger, Manfred Weinberger und Ludwig Steckbauer mit dem Vereinsehrenbrief ausgezeichnet werden.

In seinem Tätigkeitsbericht nach seinem ersten Jahr als Präsident  sah Hans Plötz  zwei Aufgaben als besonders bedeutsam an. Dass zum Einen die Organisation und zum Zweiten dass die Zusammenarbeit im Skiverband stimmt und als wichtiges Element für Erfolge und der Freude an der ehrenamtlichen Tätigkeit gepflegt wird. Dank sagte er deshalb allen Mitarbeitern für deren kompetentes und auf Kontinuität und Nachhaltigkeit ausgerichtetes Engagement.

„Bei so viel guter Arbeit sollten sich auch erfolge einstellen“ so Hans Plötz auf die Bilanz der Athleten etwa mit zwei Olympiateilnehmern oder weitere Siegen bei internationalen und nationalen Wettbewerben verweisend. Der Erfolg hat viele Gesichter womit sein Dank allen galt die dafür sorgen dass Athleten an die Spitze kommen. Erfolge sollen auch Motivation für die neue Saison sein, so der Präsident, der für den 14. August im Rahmen eines Sporttages die entsprechenden Auszeichnungen übergeben werden.

Aber, so Hans Plötz, dürfen die derzeitigen guten Ergebnisse nicht über Probleme hinwegtäuschen. Zu wenig Leistungsskifahrer, zu wenig Teilnehmer an Wettkämpfen oder auch die hohen Kosten die den Eltern entstehen sind nur drei einer Vielzahl von Indikatoren, die das Präsidium veranlassten ein Programm mit der Überschrift „Vision 2018“ zu entwickeln.  Basierend auf optimalen Trainings – und Wettkampfstätten  soll der Leistungssport wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, die Region erkennen dass Spitzensportler auch Repräsentanten ihrer Heimat sind. Aus einem Sportgipfelgespräch mit den Landräten war eines der Ergebnisse, dass auch die Politik hinter dem Sport steht und zudem mit Finanzmitteln unterstützt. Sportverbandintern wird derzeit ein Programm vorbereitet das all die Punkte aufnimmt und in einem übertragbaren  und breitgefächerten Konzept mündet. „Der Skiverband Bayerwald stellt sich der gesteigerten Verantwortung“ so Präsident Hans Plötz. Von der Mitgliederversammlung erhielt dann das Präsidium auch die notwendige Unterstützung mit einem eindeutigen Votum.

Dem Kassenbericht von Dr. Kurt Wagner war die derzeitige Finanzsituation zu entnehmen. Dem Schatzmeister wurde von den Kassenprüfern einwandfreie Arbeit attestiert so dass die Entlastung einstimmig erfolgte. Die Berichte der Sportwarte und Referenten waren dem Ansinnen des Verbandes entsprechend dann auch so ausgerichtet dass die Zukunftsgedanken vorgetragen wurden. Sportwart alpin Gerhard Richter sah dass es an einer breiten Basis fehlt.  Dass heißt es gilt mehr Rennläufer zu finden und Trainingsangebot zu verfeinern. So sollen verschiedene Regionalstützpunkte entstehen. Deren Leiter ist dann auch gefordert verstärkt in die Vereine und die Schulen zu gehen um wieder alpine Rennläufer zu akquirieren. Mit Zuversicht geht auch Josef Schneider in die anstehende Saison stehen bei den Biathleten etliche Athleten in den Kadern des Bayerischen oder Deutschen Skiverbandes. Ab September stehen dann auch wieder hochklassige Wettkämpfe an.

Bei den Langläufern ist nach den Worten des neuen Sportwartes Richard Lang das Ziel wieder Athleten zu Schülercups oder deutschen Meisterschaften zu entsenden und zugleich auch wieder die Zugehörigkeit zu Kadern zu schaffen. Insbesondere im Schülerbereich kann dies mit der derzeitigen Mannschaft erreicht werden, die sich nach Lang`s Ausführungen als konkurrenzfähig zeigt. Von einem Zuwachs von 88 neuen Übungsleitern im alpinen Bereich konnte Franz Rinagel berichten, zudem stehen 95 weitere Skiläufer vor dem Prüfungsabschluss im kommenden Winter. Eine Nachwuchsfördergruppe wurde installiert. Im Winter steht neben dem Sommeraktionstag am 18. September, dieser in Verbindung mit einem Kondiwettkampf, auch ein Aktionstag  in Mitterfirmiansreuth an. In Stationen wie etwa Kinderskilauf soll der dazu entwickelte neue Skilehrplan publik gemacht werden.

Udo Nörl nannte die enge Verbindung zwischen Inline und dem alpinen Skilauf. Vier von acht deutschen Meistertiteln gingen an Athleten aus dem Skiverband Bayerwald. Höhepunkt wird am Wochenende des 24. Und 25. Juli die Deutschen Meisterschaft in Bad Kötzting sein. Für den Max-Schierercup ist das Finale am 1. August in Haarbach geplant.

Wirtschafts –und Finanzreferent Werner Schmelmer berichtete von positiven Sponsorenabschlüssen. Auch 2011 wird der Aktionstag „Schnee-Kristall“ im Zusammenwirken mit dem bayerischen Skiverband in St. Englmar stattfinden.

Nach Ruhpolding und Oberhof ist das Hohenzollernskistadion die bedeutendste deutsche Wettkampfstätte für Langlauf und Biathlon lobte Hermann Kastl als Vorsitzende des Fördervereines. Es ist darin ein Sommer – wie Winterbetrieb möglich. Einzig ist noch eine punktuelle Beschneiung von Nöten um Schneesicherheit zu bekommen und damit Planungssicherheit für Wettkämpfe zu bekommen. In diesem Zusammenhang soll auch ein aus Ruhpolding kommendes Funktionsgebäude erstellt und die Abwassersituation verbessert werden. „Dies führt letztendlich zur Sicherung des Leistungssportes in der Region“ so Hermann Kastl.

„Helfen wir mit dass wir in Bayern wieder mit an der Spitze angesiedelt“ sind machte stellvertretender Landrat Willi Killinger Mut.  Der Landrätegipfel war dazu ein erster Schritt um den Abstand zur Alpenregion zu verringern war sich der Sprecher sicher, der dem Skiverband Bayerwald auch künftig seine Unterstützung zusicherte.  „Sport im Verein ist mehr als die Summe von Resultaten“ beleuchtete Zwiesel stellvertretender Bürgermeister Eberhard Kreuzer. Sportgeist heißt nicht aufzugeben, auch wenn mal Erfolge ausbleiben. Diese Einstellung gelte es, so der Kommunalpolitiker weiter, an die Jugend weiterzugeben. „Aus Niederlagen kann man auch lernen „ so Eberhard Kreuzer.