Hohenzollernstadion soll schneesicherer werden

aus dem Bereich Skiverband, Biathlon erstellt am 07.04.2010 um 12:00 Uhr
Von: Richard Richter

Eine Beschneiungsanlage soll das Hohenzollernstadion schneesicher machen.

Eine Beschneiungsanlage soll das Hohenzollernstadion schneesicher machen und so auch weiterhin die Durchführung internationaler Wettbewerbe sichern.

Eine Beschneiungsanlage soll das Hohenzollernstadion schneesicher machen und so auch weiterhin die Durchführung internationaler Wettbewerbe sichern.

Großer Arber (rr) . Der Förderverein Landesleistungszentrum Arber e.V. kann mit der alpinen Wettkampfstrecke am Großen Arber und dem für Biathlon- und Langlaufwettbewerbe gleichermaßen  passenden Hohenzollernskistadion auf Sportanlagen verweisen, die internationalen Standards standhalten. Einzig die Schneesicherheit zeigt sich besonders in diesem Winter als Unsicherheitsfaktor musste zahlreiche Wettbewerbe abgesagt werden, sprangen andere Sportzentren in Deutschland als Veranstalter ein.

Hermann Kastl, Vorsitzender des Fördervereines zeigte in seinem Rückblick bei der Ausschusssitzung die Situation im zurückliegenden Winter  auf. Um im Stadionbereich am Großen Arbersee die Energiekosten zu reduzieren wurde  eine Geotermieanlage  in Betrieb genommen. Trotz aller Anstrengungen sind die laufenden Kosten gerade so zu meistern, so der Vorsitzende. Hoffnung setzt die Vorstandschaft deshalb in ein Produktprospekt, in dem die Qualitäten der Sportanlage plakativ dargestellt sind und mit dem mehr Sponsoren gefunden werden sollen. Maßnahmen bedarf auch die Verringerung der Bleibelastung im Bereich der Schießstände.

Deutlich wurde im abgelaufenen Winter aber auch die Abhängigkeit von Naturschnee, so Hermann Kastl. So mussten insbesondere zum Jahreswechsel mehrere Veranstaltungen abgesagt werden, darunter auch der international mit 23 Nationen besetzte Continentalcup. Die renommierte Veranstaltung wurde deswegen kurzfristig nach Oberwiesenthal verlegt.

Dank sagte der Vorsitzende in seinem kurzen Rückblick allen, die mithalfen den Betrieb an den beiden Sportstätten aufrechtzuerhalten, wobei er insbesondere den Skiverband Bayerwald, die Arber Bergbahn, die Bundeswehr sowie die Bürgermeister und Landräte der Mitgliedsgemeinden und –landkreise nannte.

In einem Kurzüberblick zeigte Josef Schneider, Stützpunktleiter am Hohenzollernstadion auf, dass heuer wenige Wettkämpfe durchgeführt werden konnten. „Erst hatten wir keinen Schnee und wir mussten etliche Wettkämpfe absagen, dann war so viel gefallen, dass viele Veranstaltungen von den ausrichtenden Vereinen lokal durchgeführt werden konnten so Josef Schneider über die abgelaufene Wintersaison. Nachdem das Stadion in Ruhpolding derzeit umgebaut wird, rechnet man im kommenden Jahr mit vielen Nationen, die ihre Saisonvorbereitung am Großen Arber durchführen werden.

Von 220 Trainingseinheiten am Großen Arber konnte Gerhard Richter berichten. Die Zusammenarbeit mit der Arber-Bergbahn und Pistenchef Karl Treml  läuft problemlos so der Stützpunktleiter der alpinen Wettkampfstrecke. Unter den 30 Veranstaltungen waren auch so renommierte Veranstaltungen wie die bayerischen Schülermeisterschaften, internationale FIS-Rennen, die Verbandsmeisterschaften der Oberpfalz oder der Deutsche Schülercup. Auch touristisch sind die Veranstaltungen für die Region ein Plus, zeigte Gerhard Richter allein dadurch auf dass die vier genannten Rennen 2.000 Übernachtungen mit sich brachten. Zukunfstaufgabe muß sein, so der Sprecher wieder mehr Basisarbeit zu betreiben um wieder eine größere Zahl an Sportlern in den Spitzenbereich zu bringen.

Dem Kassenbericht von Paul Wölfl war das Defizit der vergangenen Saison zu entnehmen, wobei der aber auch betonte dass durch Eigeninitiative der Alpinen, deren vernünftiges Wirtschaften und die Unterstützung durch die Arber-Bergbahn im alpinen Stadion fast keine Kosten auftreten. Deutlich wurde dabei die grandiose Unterstützung des Fördervereines durch die Mitgliedsgemeinde und –landkreise herausgestellt.

Um die Schneesicherheit des Hohenzollernstadions zu sichern war das Resumee einer umfassende Diskussion, bei der sich insbesondere Landrat Heinz Wölfl als begeisterter Verfechter dieser Anlagen  zeigte.  Als erster Schritt soll eine Planung in Auftrag gegeben werden, um einen genauen Überblick über  Maßnahmen und  Kosten zu erhalten. Im Gesamtpaket dieser Planung soll neben der Beschneiung die Wasser- und Abwassersituation gelöst werden. Im Zuge der Erdarbeiten könnte ein Gehweg gebaut sowie ein Containergebäude, das im Biathlonzentrum  Ruhpolding abgebaut wird, in die Anlage integriert werden.  Der Beschluss zur Planungsvergabe fiel dann auch einstimmig.

Hans Plötz, dankte in seiner Funktion als Präsident des Skiverbandes Bayerwald Hermann Kastl der die Nachfolge von Klaus Köppe, als dem Mann der ersten Stunde des Landesleistungszentrums, angetreten hat als auch den  beiden Stützpunktleitern für ihre umfangreiche Tätigkeit.  Es gelte auch den wirtschaftlichen Faktor der beiden Trainingsstätten noch besser in den Vordergrund zu stellen, so Hans Plötz. „Der Region sollte noch besser verdeutlicht werden welche touristischen Vorteile die beiden Wettkampfstätten mit sich bringen, so der Sprecher weiter. Auch er sprach sich für die Installation einer Beschneiungsmöglichkeit aus, um die Schneesicherheit zu gewährleisten und damit das Hohenzollernstadion für Wettbewerbe noch besser aufstellen zu können. „Wir müssen neue Wege gehen um auch weiterhin gegen andere Regionen bestehen zu können.“ so Hans Plötz.